Bildbearbeitung mit Photoshop

Monitor richtig einstellen und kalibrieren

Für eine gute Bildbearbeitung wird natürlich auch der richtige Monitor gebraucht. Ist ein TFT Monitor besser als ein Röhrenmonitor? Die Größe eines Monitors ist auch sehr entscheidend, genauso wie seine Auflösung. Ich möchte hier einige Tipps geben, wie du deinen Monitor richtig einstellen und kalibrieren kannst.

 

 

 

 

TFT Monitor oder Röhrenmonitor?

Heutzutage gibt es fast keine Röhrenmonitore mehr, jedenfalls ist die Auswahl stark zurückgegangen. Der TFT Monitor hat seinen Platz eingenommen. Ob das gut ist, darüber könnte man streiten.

Vorteile und Nachteile
Ein Röhrenmonitor besitzt nicht so eine gute Bildschärfe wie TFTs. Sie sind in ihrer Bauweise größer und schwerer. TFT Monitore sind stromsparender, haben aber wiederum das Problem, dass der Blickwinkel auf das Display begrenzt ist. Flachbildschirme zeigen die Schrift etwas zackig an, was das Lesen schwieriger macht. Der Bildschirm eines Röhrenmonitors zeigt Farben natürlicher an und nicht so übertrieben. Am schlechtesten schneiden die Anzeigen der Notebooks ab.

Welcher Monitor ist für eine Bildbearbeitung also am besten geeignet?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Röhrenmonitor Bilder besser bearbeiten kann. Leider mußte auch ich mich umstellen und habe ein TFT Monitor, den ich für die Bildbearbeitung benutze, weil mein Röhrenmonitor im Laufe der Zeit an Leistung verloren und der Kontrast nicht richtig dargestellt werden kann. Für eine gute Darstellung der Bilder empfehle ich jedenfalls einen Monitor, welcher oberhalb der 500 Euro Grenze liegt. Alles was darunter liegt, ist nur ein schlechter Kompromiss.

 

Monitor - Größe und Format

Ein Monitor für die Bildbearbeitung sollte immer groß sein. Mit groß meine ich bei TFT Monitore 19 Zoll und bei Röhrenmonitore 20 Zoll. Denke daran, dass du einige Zeit vor der Kiste sitzt und deine Augen auch darunter leiden. Die Bildschirmgröße sollte also ziemlich hoch sein.

Welches Bildschirmformat sollte man wählen? Ich denke mal, dass muß jeder für sich entscheiden. Jedenfalls ist eine Bildbearbeitung mit einem Bildschirmformat von 4:3 sinnvoller als andere Formate. Die heutigen Spiegelreflexkameras machen Bilder im Format 3:2. Diese Bilder gibt es aber nicht nur im Querformat, sondern auch im Hochformat. Wenn du jetzt einen supertollen neuen TFT Monitor im Format 16:9 hast und dein Bild im Hochformat bearbeiten möchtest, ist das Bild trotzdem klein und du verschenkst links und rechts Platz. Was nützt dir dann dieser Monitor? Meine Empfehlung wäre, dass du lieber zu einem Monitor im Format 4:3 greifen solltest.

Ich selbst verwende für die Bildbearbeitung einen 19 Zoll TFT Monitor und einen 21 Zoll Röhrenmonitor, beide im Format 4:3.

 

Monitor und Auflösung

Die Auflösung eines Monitors gibt an, wieviel Pixel er anzeigen kann. Die Monitorauflösung ist auch abhängig von der Grafikkarte und natürlich der eingestellten Auflösung. Man sollte darauf achten, dass der Monitor ein sehr hohe Auflösung hat.

Digitalkameras erzeugen heutzutage Bilder mit sehr hoher Auflösung. Diese Auflösung sollte man natürlich irgendwie auch auf dem Monitor bringen. Eine Monitorauflösung von weniger als 1024 x 768 ist kaum sinnvoll. Für eine professionelle Bildbearbeitung empfehle ich eine Auflösung des Monitors von mindestens 1280 x 1024 und das natürlich bei mindesten 70 Hz Bildfrequenz.

 

Monitor - Einstellung und Kalibrierung

Um seinen Monitor richtig für eine Bildbearbeitung einzustellen, beginnen wir mit der Einstellung der Auflösung. Es wäre sinnvoll, immer die höchste Auflösung bei mindestens 70 Hz Bildwiederholfrequenz zu wählen. Danach stellen wir Helligkeit und Kontrast ein und wer ein Kalibrierungsgerät besitzt, kalibriert danach seinen Monitor.

Auflösung einstellen
Dazu drückst du auf dem Desktop die rechte Maustaste und wählst Eigenschaften. Danach wählst du Einstellungen und stellst die richtige Grafikkarte und Monitor ein. Meistens ist das aber schon eingestellt. Jetzt wählst du bei der Bildschirmauflösung hoch und bei der Farbqualität 32 Bit. Mit OK bestätigen. Achte darauf, dass die Bildwiederholrate mindestens 70 Hz beträgt, sondern flimmert dein Bildschirm.

Helligkeit und Kontrast einstellen
Die Helligkeit und den Kontrast muß man am Monitor einstellen. Meistens sind die Werkseinstellungen schon sehr gut. Um für eine professionelle Bildbearbeitung die Helligkeit und den Kontrast am Monitor einzustellen, benutzt du am besten ein Testbild. Testbild und Einstellung von Helligkeit und Kontrast

Monitorkalibrierung
Um seinen Monitor richtig zu kalibrieren und die Farben korrekt für die Bildbearbeitung einzustellen, benutzt man am besten ein Kalibrierungsgerät. Ich nehme hierfür den Spyder2express. Dieses Gerät schließt man per USB an den Computer an und setzt den Sensor auf dem Bildschirm. Dann läßt man ein Programm ablaufen, welches die Gammakorrektur, die Farbe und sonstiges in ein Farbprofil (ICC Profil) speichert. Diese Software regelt fast alles selbst. Am Ende kannst du dir nochmal den Vorher-Nachher-Vergleich deines unkalibrierten und kalibrierten Monitors ansehen. Ein Kalibrierungsgerät kann ich jedem nur empfehlen.

 

 

 

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